useR! 2008

Kaum bin ich zurück von der UseR2008 in Dortmund gibt es auf der Seite www.r-project.org schon die Vorankündigung für die useR! 2009 in Rennes (08-10 Juli 2009).

Beeindruckend auf der useR 2008 war für mich die internationale Entwickler-Community kennen zulernen und deren spannende Vorträge zu hören. Besonders hilfreich war der Beitrag von Duncan Murdoch “Package Development in Windows”, weil kleine Tipps nicht in der Literatur zu finden ist.

Von den vielen Sessions mit den unterschiedlichen Themenbereichen von “Applied Statistics & Biostatistics” bis zu “Visualization & Graphics” konnte ich leider nur eine begrenzte Anzahl besuchen, da mehrere Sessions parallel liefen.

Von den vielen Eindrücken möchte ich einzelne Thesen zu R festhalten. Graham J. Williams (Australian Taxation Office) beschreibt in seinem Vortrag “Deploying Data Mining in Government” R als die Konkurrenz zu den kommerziellen Produkten wie SPSS, SAS, Stata, S, u.a. Kommerzielle Produkte suggerieren, dass mit einem Klick Daten analysiert werden, das stimmt seiner Meinung nur bedingt. Sein Credo lautet: “investiert in die Mitarbeiter und nicht in die Software und dabei ist R die beste Wahl”. Auf Grund des universitären Hintergrundes ist die Software methodisch abgesichert und die Tatsache das R unter einer GNU-Lizenz veröffentlicht ist, garantiert eine Vielfalt an Modulen. Die “großen” Statistik Programme wie SPSS haben bereits erkannt, das R in Zukunft an Bedeutung gewinnen wird und bieten mittlerweile Schnittstellen zu R.

Eines der großen Schwachstellen von R die Speicherlimtierung war ein anderer Themenschwerpunkten, der vor allem die Bioinformatiker beschäftigt. Eine Lösung scheint derzeit noch keine in Sicht einzelne Ansätze wie die Virtualisierung von Speicher wurde in mehreren Vorträgen diskutiert.

Zum Thema “User Interfaces” gab es von Rudolf Dutter von der Uni Wien einen für mich spannenden Vortrag “A Graphical User Interface for Environmental Statistics”. Dieses Userinterface (DAS+R) könnte ich mir gut, mit ein paar kleinen Änderungen, für den Einsatz beim Kunden vorstellen. Es gab noch weitere interessante Ansätze zu Userinterfaces meiner Meinung nach sind die meisten eher der Kategorie Experiment zu zuorden. Interssanter ist der Ansatz die Integration von R in Excel vom Vortragenden Erich Neuwirth “R meets the Workplace – Embedding R into Excel and making it more accessible”. Diesen Vortrag habe ich aber leider nicht gesehen, weil ein ebenfalls interessanter Bioinformatikvortrag parallel lief. RExcel – Using R from within Excel

 

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